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Stundengebet zum Sonntag Lätare, am 22. März 2020, aufgenommen in St. Peter in Törten

Unser Kirchenmusikstudent und ich, Pfarrerin Ulrike Bischoff, haben heute das Mittagsgebet 12:00 in Törten in der Kirche gemeinsam gefeiert und es aufgezeichnet. Zum Gebet hinzu kam zufällig noch ein weiteres Gemeindeglied. Wir möchten mit der Audio-Datei alle zum Gebet hinzuladen und sie daran Anteil haben lassen.

Da ich nun fast jeden Tag am Morgen (zum Öffnen der Kirche, 9:00), am Mittag zum allgemeinen Mittagsgebet, zu dem die Landeskirche aufgerufen hat (12:00) und am Abend zum Schließen der Kirche (18:00) in der Kirche bin und ins Gebete komme, bin ich auf die Stundengebete aufmerksam geworden. 

Das Stundengebet (lat. liturgia horarum) ist die Antwort der Kirche auf das Apostelwort „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17) und Psalm 119,164 „Ich lobe dich des Tages siebenmal um deiner gerechten Ordnungen willen.“ Es hat seine Wurzeln im jüdischen Gebetsrhythmus (vgl. Psalmen). Sinn des Stundengebets ist es, jede Tageszeit mit ihrer Besonderheit vor Gott zu bringen und zugleich das Gebet der Kirche rund um die Erde nicht abreißen zu lassen.

In der Evangelischen Kirche wurde das Stundengebet in der Reformation für Konvikte, Klosterschulen und Konvente beibehalten. In einigen Ausgaben des Evangelischen Gesangbuchs sind die Stundengebete bis heute zu finden.

Stundengebet zum Sonntag Lätare

  1. Ulrike Bischoff says:

    „Liebe Ulrike! Mit dem eindrucksvollen Mittagsgebet hast Du uns/ habt Ihr beide uns eine ganz besondere Freude gemacht. Wir waren sehr berührt, denn der Text vom Korn, das in die Erde fällt, war unser Predigttext bei unserem Gottesdienst in Zelinograd/Kasachstan im März 1985, wo wir die deutsch-lutherische Gemeinde besuchten. Wir hatten damals einen Familiengottesdienst eine Woche vorher Anfang März in der Kreuzkirche, wo jeder im Zuge der Erzählung der Geschichte vom Weizenkorn, das in die Erde fällt (Joh. 12,24), durch Elke eine kleine Tüte mit einem Korn bekam. Dann nahmen wir eine Packung Tüten mit nach Zelinograd und Elke gestaltete dort wie in der Kreuzkirche den Erzählungsteil des Gottesdienstes und gab die Tütchen aus, während ich dann die Auslegung des Textes in Form einer Predigt übernahm. Es hat uns sehr berührt, gestern diesen Text wieder zu hören – alles wiederholt sich wie die Jahreslosung und das Motto des Kirchentages vom vergangenen Jahr, die eine Wiederholung der Texte vom Friedenschaffen und Vertrauen wagen von 1983 waren. Eine große Wohltat war für uns auch, dass Ihr beide wesentliche Teile der Andacht gesungen habt. So lernte ich es beim Studium in Jena und wir beide praktizierten es auch an der Kirchenmusikschule in Halle. Vielleicht könnt Ihr beide wieder einmal so eine Andacht/einen Gottesdienst halten. Das stärkt sehr.“ Pfarrer i.R. Matthias und Elke Richter“

  2. Pingback:Kirche von zu Hause – St. Peter und Kreuz

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