Unsere neue Pfarrerin Ulrike Bischoff

 

Liebe Gemeinde,

es war bei einem Gemeindepraktikum in der St. Trinity-Church in Collegeville in den USA: Die Gemeindepfarrerin Martha Kriebel rannte während eines Gottesdienstes aufgeregt aus dem Kirchenraum. Die Fahne der Dessauer Partnergemeinde St. Peter und Kreuz sollte zu Ehren der Praktikantin aus Anhalt noch schnell am Altar gehisst werden. Damals ahnte ich noch nicht, dass ich acht Jahre später am 16. September 2018 genau in diese deutsche Partnergemeinde hinein ordiniert werden sollte.

Aus der amerikanischen Partnerschaftsarbeit sind mir einzelne Gemeindemitglieder aus St.Peter und Kreuz schon vertraut. Aber auch für die anderen möchte ich mich vorstellen:

Ursprünglich komme ich aus Köthen (*1984). Nach dem Abitur 2004 leistete ich für die Aktion Sühnezeichen einen einjährigen Freiwilligendienst in einer lutherischen Gemeinde in Wolgograd. Das hat meine Berufswahl geprägt. Vor allem hat es die Neugier am Fremden geweckt. Während und nach meinem Theologiestudium in Leipzig, St. Petersburg, Halle und München habe ich mir immer wieder Zeit zum Reisen genommen. Mittlerweile spreche ich Russisch, Englisch, und auch ein wenig Spanisch sowie Italienisch. Mit jeder Sprache verknüpfe ich Freunde. Sie haben mir mit viel Liebe und Zeit ihre Muttersprache beigebracht. Die Neugier am Fremden heißt auch zu wissen, was es heißt, sich fremd zu fühlen. Diese Fremdheitserfahrung erlebe ich mittlerweile als Gabe, mit der ich Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ansprechen kann. Meine zwei ersten Täuflinge, die ich während meines Vikariats von 2015 bis 2018 in der Dessauer Trinitatisgemeinde (Kochstedt, Alten) kennengelernt hatte, kamen aus dem Iran und aus Afghanistan. Ich freue mich daher sehr, dass die Gemeinde St. Peter und Kreuz ein ökumenisches Profil besitzt. Ganz bestimmt werden wir daran anknüpfen können und kommende Erfahrungen nun gemeinsam teilen. Ab dem 1. August geht es los: So eine neue Pfarrstelle weckt viele Gefühle in mir. In Ihnen auch?

Vor allem spüre ich eine angenehme Aufregung wie bei meinem Hobby, dem Wildwasserfahren. Vor der Abfahrt eines Flusses habe ich immer ganz schön „Schiss“ – dann bete ich „O Herr, wieso ist der Fluss so groß und schnell und mein Boot so klein?“ Und nach der Fahrt bin ich oft einfach nur glücklich über meinen Mut losgefahren zu sein und ich weiß: Ein kleines Boot ist im schnellen Strom am wendigsten

Ihre Pfarrerin i.E. Ulrike Bischoff

P.S.: Danke an alle, die in den letzten Wochen geholfen haben, den Einzug ins Pfarrhaus zu meistern, so dass ich nun dienstfähig bin.

Dank an Pfarrerin Swantje Adam

Der Gottesdienst am 15. Juli war der letzte Gottesdienst, den wir mit unse- rer Vakanzpfarrerin feiern durften. Fast ein ganzes Jahr lang trug sie für unsere Gemeinde die pfarramtliche Verant- wortung – für die Gottesdienste, für Taufen, Trauungen, Beisetzungen, für die Verwaltung und für vieles mehr. Mehr als ein Dutzend Gottesdienste hat sie selbst in dieser Zeit mit uns gefei- ert. Gemeinsam mit Prädikanten und Pfarrkolleginnen und Pfarrkollegen des Kirchenkreises hat sie dafür gesorgt, dass die Sonntagsgottesdienste regel- mäßig stattfinden konnten und unsere Gemeinde in dieser Zeit das Privileg eines besonders abwechslungsreichen Predigtprogramms genießen durfte.

Statt des von einigen zu Beginn der Vakanzzeit befürchteten Niedergangs des Gemeindelebens haben wir die geschwisterliche Unterstützung und Solidarität vieler engagierter Christen erfahren. Nicht nur die Christen aus St. Peter und Kreuz und des ganzen Kirchenkreises, auch unsere ökumeni- schen Geschwister in Dessau Süd waren uns wichtige praktische Hilfe und geist- liche Stütze. Und nicht zuletzt die Ent- scheidung der Kirchenleitung, mit der Entsendung der neuen Gemeindepfar- rerin Ulrike Bischoff die Vakanzzeit zu beenden, stimmt uns dankbar und zuversichtlich. Mit diesem Erfahrungs- schatz können wir auch zukünftigen Herausforderungen getrost und mutig begegnen.

Wir danken Frau Pfarrerin Adam ganz herzlich für Ihren engagierten Dienst, für die Auslegung des biblischen Wortes, für Trost und Zuspruch, gute Gedan- ken und beherzte Tat – für ihr ganzes segensreiches Wirken im vergangenen Jahr. Wir hoffen und wünschen, dass die in dieser Zeit aufgeblühten Sympathien auch in der Zukunft fruchtbar bleiben. Blühen möge auf jeden Fall der an die- sem Sonntag mit allen guten Segens- wünschen überreichte Rosenstock, der als Abschieds- und Dankgeschenk an diese Zeit erinnern und Freude bringen soll.Im Namen des Gemeindekirchen- rates

Im Namen des GKR Bernd Krause

Zukunft der KirchGemeinde

Liebe Gemeindeglieder von St. Peter und Kreuz!

Wir kriegen keinen neuen Pfarrer! Aber: Wir kriegen eine Pfarrerin, sogar eine Bischöffin! Aber der Reihe nach:

Wer bei der Gemeindeversammlung war, die im Anschluss an den Gottesdienst mit dem Kirchenpräsidenten am 11. Februar in der Kreuzkirche stattgefunden hatte, hat schon einiges gehört. Dennoch kursieren mancherlei Gerüchte. Was ganz deutlich aus dem Munde des Kirchenpräsidenten zu vernehmen war, war ein Name: Sie heißt Ulrike Bischoff und hat kürzlich ihr Zweites Theologisches Examen bestanden, sie ist also eine Berufsanfängerin.

Die ehemalige Pfarrstelleninhaberin Elisabeth Preckel war damals von der Landeskirche in ihre Stelle eingesetzt worden. Bei Neubesetzung hätte eigentlich die Gemeinde das Besetzungsrecht gehabt. Die Stellenanzeige schlummert schon seit Monaten in den Unterlagen des fleißigen Gemeindekirchenrates. Und es wäre zu erwarten gewesen, dass sich 20 Koryphäen darauf bewerben und wir die Qual der Wahl gehabt hätten, uns jemanden darunter auszusuchen.

Wollten wir aber nicht. Als Kirchenpräsident Liebig in seiner Eigenschaft als Personaldezernent dem Gemeindekirchenrat den

Vorschlag machte, dass die Gemeinde das Besetzungsrecht zugunsten einer jungen Entsendungspfarrerin zurückgeben sollte und wir den Namen „Ulrike Bischoff“ hörten, wurde einhellig die Meinung geäußert: „Die nehmen wir.“ Denn Ulrike Bischoff ist in der Gemeinde keine Unbekannte, mehrmals  hat sie mit Gottesdiensten in der Vakanzzeit ausgeholfen, auch für Karfreitag hat sie in  Törten den Gottesdienst übernommen!

Wie geht es also weiter? Ja, sie wird in das Törtener Pfarrhaus einziehen und ihr Dienstantritt wird der 1. August sein. Als Vakanzverwalterin kann ich nur Luftsprünge machen, denn das von der Landeskirche zur Besinnung verordnete Vakanzjahr wäre frühestens am 1. Oktober vorbei gewesen und ich befürchtete noch langwierige Bewerbungsprozeduren. Ich habe zwar eine äußerst nette und selbständige Kirchengemeinde kennengelernt, aber das alles so „nebenbei“ zu managen verlangt mir einiges ab. Daher bin ich sicher, dass auch eine Berufsanfängerin von der Gemeinde gut unterstützt und ermutigt wird. Also, für alle ein guter „Deal“.

Wir freuen uns also auf Ulrike Bischoff, die zunächst für 3 Jahre als Pfarrerin i. E. (im Entsendungsdienst) mit der Option auf Verlängerung angestellt wird, denn nach den drei Jahren können sich alle Seiten noch einmal äußern, ob man denn auch zueinander passt.

Ich grüße Sie mit einem kurzen Bibelspruch: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21, 5).

Ihre Vakanzpfarrerin Swantje Adam

Lebendiger Adventskalender 2017

Beginn jeweils 18 Uhr

01.12. Heimatverein Törten, Möster Str. 11 (Altes Rathaus Törten)
03.12. Gemeindekirchenrat, Kirche St.Peter Törten, Möster Str. 51
04.12. Fam. Meisel, Mittelbreite 46
05.12. Frauentre , Pfarrhaus Törten, Möster Str. 53
06.12. Grundschule, Tempelhofer Str. 08.12. Fam. Perlwitz, Am Dreieck 44 und Betreuungsforstamt, Heidebrückenweg 28
09.12. Fam. Bienert, Hagenbreite 69
10.12. Ev.-Method. Friedenskirche, Tempelhofer Str. 30
11.12. Fam. Müller/Sinner, Damaschkestr. 83
12.12. Fam. Leidiger, Holunderweg 31
13.12. Deinert, Allianz, Mittelbreite 19
14.12. Fam. Willing/Piwanka/Springer, Sandberg 2
15.12. Fam. Mellin, Johannisthaler Weg 9
16.12. Fam. Kase, In der Flanke 32
17.12. Katholische Kirche Dreieinigkeit, Heidestr. 318
18.12. Fam. Szulczynski, Tempelhofer Str. 49
21.12. Gospelchor „Heaven Sings“ Kreuzkirche Peterholzst.55

Adventskalender – da werden die Tage bis Weihnachten gezählt. Lebendig wird ein Adventskalender durch Menschen. Beim „Lebendigen Adventskalender“ tre en sich Menschen vor Fenstern, Türen, Garagentoren oder auch mal Carports. Sie singen, hören Geschichten, es gibt auch Gebete, Segensworte. Es geht darum, Menschen in der Vorweihnachtszeit zusammen zu bringen. Gemeinsame Lieder, Bilder, Lichter laden ein, sich innerlich aufs Kommen Gottes in die Welt an Weihnachten vorzubereiten.

Gemeindekirchenratswahl

Am 22. Oktober 2017 findet in unserer Gemeinde die Gemeindekirchenratswahl statt. In diesem Boten finden Sie den vorläufigen Wahlvorschlag. Die Gemeindemitglieder sind aufgefordert, bis zum 31. August 2017 weitere Wahlvorschläge beim Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats Herrn Dr. Krause bzw. im Gemeindebüro schriftlich einzureichen. Vorgeschlagen werden können alle Gemeindemitglieder, die bis zum Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und von denen erwartet werden kann, dass sie bereit und in der Lage sind, an der Erfüllung der Aufgaben des Gemeindekirchenrates gewissenhaft mitzuarbeiten. Vom 07. bis 20. August 2017 liegen zu den Bürozeiten bzw. nach dem Sonntagsgottesdienst die Wählerlisten zur Einsichtnahme aus. Dort können Sie überprüfen, ob Sie in der Liste eingetragen sind. Rechtzeitig vor der Wahl erhalten Sie eine Einladung zur Wahl mit dem endgültigen Wahlvorschlag.

Vorläufiger Wahlvorschlag:

1. Beutel, Kathrin,
2. Hopp, Andrea,
3. Köthke, Ernst,
4. Dr. Krause, Bernd,
5. Dr. Lott, Kirsten,
6. Lucas, Fabian,
7. Schade, Ilona,
8. Schnurre, Martin,
9. Schönfeld, Jürgen,
10.Schulze, Florian,
11. Sinner, Helga

Abschied Pfarrerin Elisabeth Preckel

Es ist Zeit Abschied zu nehmen. Vor 22 Jahren, 1995, habe ich den Pfarrdienst in der Kirchengemeinde St. Peter Törten angetreten, ab dem Jahr 2000 kam der Dienst in der Kreuzgemeinde dazu (seit 2005 Evangelische  Kirchengemeinde St. Peter und Kreuz). Am 1. Oktober 2017 werde ich eine Pfarrstelle in Beeskow, Kirchenkreis Oderland-Spree, übernehmen.

Zum Pfarrberuf gehört der Stellenwechsel und die damit verbundene Chance des Neuanfangs, – persönlich aber auch für die Gemeinde. Ich freue mich auf die neuen Aufgaben, aber auch darauf, in die Nähe meiner früheren Heimat zurückzukehren und nicht mehr ganz so weit entfernt von meinen Eltern zu leben.

Der Abschied fällt mir trotzdem nicht leicht. Ich bin sehr dankbar für die vielen guten Kontakte zu unterschiedlichsten Menschen hier in der Gemeinde und darüber hinaus, für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, für die Unterstützung und Hilfe, die ich auf vielfältige Weise erfahren durfte. Das wird mir sehr fehlen. Ich habe in den Jahren viel dazugelernt, oft auch aus Problemen und Krisen, die es gemeinsam zu bewältigen galt. Es tut mir leid, dass ich nicht immer jeder und jedem gerecht werden konnte.

Für mich war es eine wichtige Zeit, ich bin sehr gern Pfarrerin hier gewesen. Für das, was kommt, für Sie in der Gemeinde und für mich persönlich, halte ich es mit dem Psalmbeter:

„Doch ich vertraue auf dich, Herr, und sage: Du bist mein Gott! Meine Zukunft liegt in deinen Händen.“ (Psalm 31, 15f)

Ihre Elisabeth Preckel

Wie geht es weiter in der Gemeinde?

Für die Zeit der Vakanz, bis die Pfarrstelle wieder besetzt werden kann, wird durch Kreisoberpfarrerin Friedrich-Berenbruch eine Vakanzverwaltung organisiert, so dass die wichtigsten Dienste in der Gemeinde weiter erfolgen können. Darüber hinaus ist die Gemeinde selber gefordert sich einzubringen, damit lebendiges Gemeindeleben stattfindet. Näheres dazu wird in der Gemeindekirchenratssitzung am 8. August 2017 mit Frau Friedrich-Berenbruch beraten und rechtzeitig bekannt gegeben.

Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrerin Elisabeth Preckel

Am 24. September 2017 um 14:00 Uhr findet in der Kirche St. Peter in Törten die Verabschiedung von Pfarrerin Preckel statt. Nach dem Gottesdienst sind alle herzlich eingeladen zur Kaffeetafel im Gemeindesaal.