Gemeindekirchenratswahl

Am 22. Oktober 2017 findet in unserer Gemeinde die Gemeindekirchenratswahl statt. In diesem Boten finden Sie den vorläufigen Wahlvorschlag. Die Gemeindemitglieder sind aufgefordert, bis zum 31. August 2017 weitere Wahlvorschläge beim Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats Herrn Dr. Krause bzw. im Gemeindebüro schriftlich einzureichen. Vorgeschlagen werden können alle Gemeindemitglieder, die bis zum Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und von denen erwartet werden kann, dass sie bereit und in der Lage sind, an der Erfüllung der Aufgaben des Gemeindekirchenrates gewissenhaft mitzuarbeiten. Vom 07. bis 20. August 2017 liegen zu den Bürozeiten bzw. nach dem Sonntagsgottesdienst die Wählerlisten zur Einsichtnahme aus. Dort können Sie überprüfen, ob Sie in der Liste eingetragen sind. Rechtzeitig vor der Wahl erhalten Sie eine Einladung zur Wahl mit dem endgültigen Wahlvorschlag.

Vorläufiger Wahlvorschlag:

1. Beutel, Kathrin,
2. Hopp, Andrea,
3. Köthke, Ernst,
4. Dr. Krause, Bernd,
5. Dr. Lott, Kirsten,
6. Lucas, Fabian,
7. Schade, Ilona,
8. Schnurre, Martin,
9. Schönfeld, Jürgen,
10.Schulze, Florian,
11. Sinner, Helga

Unsere neue Pfarrerin Ulrike Bischoff

Liebe Gemeinde,

es war bei einem Gemeindepraktikum in der St. Trinity-Church in Collegeville in den USA: Die Gemeindepfarrerin Martha Kriebel rannte während eines Gottesdienstes aufgeregt aus dem Kirchenraum. Die Fahne der Dessauer Partnergemeinde St. Peter und Kreuz sollte zu Ehren der Praktikantin aus Anhalt noch schnell am Altar gehisst werden. Damals ahnte ich noch nicht, dass ich acht Jahre später am 16. September 2018 genau in diese deutsche Partnergemeinde hinein ordiniert werden sollte.

Aus der amerikanischen Partnerschaftsarbeit sind mir einzelne Gemeindemitglieder aus St.Peter und Kreuz schon vertraut. Aber auch für die anderen möchte ich mich vorstellen:

Ursprünglich komme ich aus Köthen (*1984). Nach dem Abitur 2004 leistete ich für die Aktion Sühnezeichen einen einjährigen Freiwilligendienst in einer lutherischen Gemeinde in Wolgograd. Das hat meine Berufswahl geprägt. Vor allem hat es die Neugier am Fremden geweckt. Während und nach meinem Theologiestudium in Leipzig, St. Petersburg, Halle und München habe ich mir immer wieder Zeit zum Reisen genommen. Mittlerweile spreche ich Russisch, Englisch, und auch ein wenig Spanisch sowie Italienisch. Mit jeder Sprache verknüpfe ich Freunde. Sie haben mir mit viel Liebe und Zeit ihre Muttersprache beigebracht. Die Neugier am Fremden heißt auch zu wissen, was es heißt, sich fremd zu fühlen. Diese Fremdheitserfahrung erlebe ich mittlerweile als Gabe, mit der ich Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland ansprechen kann. Meine zwei ersten Täuflinge, die ich während meines Vikariats von 2015 bis 2018 in der Dessauer Trinitatisgemeinde (Kochstedt, Alten) kennengelernt hatte, kamen aus dem Iran und aus Afghanistan. Ich freue mich daher sehr, dass die Gemeinde St. Peter und Kreuz ein ökumenisches Profil besitzt. Ganz bestimmt werden wir daran anknüpfen können und kommende Erfahrungen nun gemeinsam teilen. Ab dem 1. August geht es los: So eine neue Pfarrstelle weckt viele Gefühle in mir. In Ihnen auch?

Vor allem spüre ich eine angenehme Aufregung wie bei meinem Hobby, dem Wildwasserfahren. Vor der Abfahrt eines Flusses habe ich immer ganz schön „Schiss“ – dann bete ich „O Herr, wieso ist der Fluss so groß und schnell und mein Boot so klein?“ Und nach der Fahrt bin ich oft einfach nur glücklich über meinen Mut losgefahren zu sein und ich weiß: Ein kleines Boot ist im schnellen Strom am wendigsten

Ihre Pfarrerin i.E. Ulrike Bischoff

P.S.: Danke an alle, die in den letzten Wochen geholfen haben, den Einzug ins Pfarrhaus zu meistern, so dass ich nun dienstfähig bin.

Dank an Pfarrerin Swantje Adam

Der Gottesdienst am 15. Juli war der letzte Gottesdienst, den wir mit unse- rer Vakanzpfarrerin feiern durften. Fast ein ganzes Jahr lang trug sie für unsere Gemeinde die pfarramtliche Verant- wortung – für die Gottesdienste, für Taufen, Trauungen, Beisetzungen, für die Verwaltung und für vieles mehr. Mehr als ein Dutzend Gottesdienste hat sie selbst in dieser Zeit mit uns gefei- ert. Gemeinsam mit Prädikanten und Pfarrkolleginnen und Pfarrkollegen des Kirchenkreises hat sie dafür gesorgt, dass die Sonntagsgottesdienste regel- mäßig stattfinden konnten und unsere Gemeinde in dieser Zeit das Privileg eines besonders abwechslungsreichen Predigtprogramms genießen durfte.

Statt des von einigen zu Beginn der Vakanzzeit befürchteten Niedergangs des Gemeindelebens haben wir die geschwisterliche Unterstützung und Solidarität vieler engagierter Christen erfahren. Nicht nur die Christen aus St. Peter und Kreuz und des ganzen Kirchenkreises, auch unsere ökumeni- schen Geschwister in Dessau Süd waren uns wichtige praktische Hilfe und geist- liche Stütze. Und nicht zuletzt die Ent- scheidung der Kirchenleitung, mit der Entsendung der neuen Gemeindepfar- rerin Ulrike Bischoff die Vakanzzeit zu beenden, stimmt uns dankbar und zuversichtlich. Mit diesem Erfahrungs- schatz können wir auch zukünftigen Herausforderungen getrost und mutig begegnen.

Wir danken Frau Pfarrerin Adam ganz herzlich für Ihren engagierten Dienst, für die Auslegung des biblischen Wortes, für Trost und Zuspruch, gute Gedan- ken und beherzte Tat – für ihr ganzes segensreiches Wirken im vergangenen Jahr. Wir hoffen und wünschen, dass die in dieser Zeit aufgeblühten Sympathien auch in der Zukunft fruchtbar bleiben. Blühen möge auf jeden Fall der an die- sem Sonntag mit allen guten Segens- wünschen überreichte Rosenstock, der als Abschieds- und Dankgeschenk an diese Zeit erinnern und Freude bringen soll.Im Namen des Gemeindekirchen- rates

Im Namen des GKR Bernd Krause

Zukunft der KirchGemeinde

Liebe Gemeindeglieder von St. Peter und Kreuz!

Wir kriegen keinen neuen Pfarrer! Aber: Wir kriegen eine Pfarrerin, sogar eine Bischöffin! Aber der Reihe nach:

Wer bei der Gemeindeversammlung war, die im Anschluss an den Gottesdienst mit dem Kirchenpräsidenten am 11. Februar in der Kreuzkirche stattgefunden hatte, hat schon einiges gehört. Dennoch kursieren mancherlei Gerüchte. Was ganz deutlich aus dem Munde des Kirchenpräsidenten zu vernehmen war, war ein Name: Sie heißt Ulrike Bischoff und hat kürzlich ihr Zweites Theologisches Examen bestanden, sie ist also eine Berufsanfängerin.

Die ehemalige Pfarrstelleninhaberin Elisabeth Preckel war damals von der Landeskirche in ihre Stelle eingesetzt worden. Bei Neubesetzung hätte eigentlich die Gemeinde das Besetzungsrecht gehabt. Die Stellenanzeige schlummert schon seit Monaten in den Unterlagen des fleißigen Gemeindekirchenrates. Und es wäre zu erwarten gewesen, dass sich 20 Koryphäen darauf bewerben und wir die Qual der Wahl gehabt hätten, uns jemanden darunter auszusuchen.

Wollten wir aber nicht. Als Kirchenpräsident Liebig in seiner Eigenschaft als Personaldezernent dem Gemeindekirchenrat den

Vorschlag machte, dass die Gemeinde das Besetzungsrecht zugunsten einer jungen Entsendungspfarrerin zurückgeben sollte und wir den Namen „Ulrike Bischoff“ hörten, wurde einhellig die Meinung geäußert: „Die nehmen wir.“ Denn Ulrike Bischoff ist in der Gemeinde keine Unbekannte, mehrmals  hat sie mit Gottesdiensten in der Vakanzzeit ausgeholfen, auch für Karfreitag hat sie in  Törten den Gottesdienst übernommen!

Wie geht es also weiter? Ja, sie wird in das Törtener Pfarrhaus einziehen und ihr Dienstantritt wird der 1. August sein. Als Vakanzverwalterin kann ich nur Luftsprünge machen, denn das von der Landeskirche zur Besinnung verordnete Vakanzjahr wäre frühestens am 1. Oktober vorbei gewesen und ich befürchtete noch langwierige Bewerbungsprozeduren. Ich habe zwar eine äußerst nette und selbständige Kirchengemeinde kennengelernt, aber das alles so „nebenbei“ zu managen verlangt mir einiges ab. Daher bin ich sicher, dass auch eine Berufsanfängerin von der Gemeinde gut unterstützt und ermutigt wird. Also, für alle ein guter „Deal“.

Wir freuen uns also auf Ulrike Bischoff, die zunächst für 3 Jahre als Pfarrerin i. E. (im Entsendungsdienst) mit der Option auf Verlängerung angestellt wird, denn nach den drei Jahren können sich alle Seiten noch einmal äußern, ob man denn auch zueinander passt.

Ich grüße Sie mit einem kurzen Bibelspruch: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21, 5).

Ihre Vakanzpfarrerin Swantje Adam